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 | Die Jahreszeiten der Liebe |
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Unterliegt die Liebe saisonalen Schwankungen?
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Wer wissen will, wie unterschiedlich Frühling, Sommer, Herbst und Winter sich auf die Gemütslage auswirken, muss sich nur Vivaldis Vier Jahreszeiten anhören. Ist auch die Liebe saisonalen Schwankungen unterworfen? Haben die Jahreszeiten Einfluss auf unsere Liebesfähigkeit? Verlieben sich die meisten Menschen im Sommer? Und ist dagegen die Wahrscheinlichkeit einer Trennung im Winter größer?
In den Jahreszeiten Herbst und Winter leiden wir tatsächlich unter dem Tageslichtmangel, der nicht nur den Himmel, sondern auch unsere Stimmung verdunkelt. Bei manchen wirkt sich dies kaum aus, bei anderen kommt es zum relativ harmlosen Winter- oder Herbstblues, in schwereren Fällen spricht man von einer saisonal abhängigen Depression, kurz SAD.
Aber hat Liebe nicht immer Hochsaison? Wenn ein menschlicher Sonnenschein unser Leben aufhellt, sollte dies doch den Mangel an Tageslicht wettmachen und Herzenswärme jede noch so kalte Jahreszeit förmlich auftauen, oder?
Tatsächlich ist es so, dass die Anfälligkeit für eine Winter- und Herbstdepression unter Ungebundenen größer ist als bei glücklich Liierten. Kein Wunder: Pärchen können Väterchen Frost trotzen, indem sie sich zu zweit vor dem romantisch knisternden Kamin auf der Couch aneinanderkuscheln. Singles dagegen fühlen sich in der Eiszeit wie in Isolationshaft, gefangen in der Einsamkeit der vier Wände. Außerdem können Frischverliebte den Lichtmangel, der bei sensiblen Menschen im Herbst und Winter für Melancholie sorgt, mit ihrer körpereigenen Glücksmaschinerie kompensieren. Trennungen dagegen werden in den dunklen Jahreszeiten als deutlich schwerer empfunden als in der Zeit der Frühlingsgefühle oder im flirtfreudigen Sommer.
Dass Menschen, unabhängig davon, ob sie Single oder in einer Partnerschaft sind, in der kalten Jahreszeit gern Kakao trinken und Süßes naschen, könnte übrigens daran liegen, dass sie damit unbewusst den Winterblues bekämpfen wollen. Für diesen wird nämlich ein Mangel an Serotonin verantwortlich gemacht. Fehlt den Gehirnzellen dieser Botenstoff, sendet der Körper uns als Warnsignal Appetit auf Süßes, weil Zucker und Schokolade helfen, ausreichend von dem körpereigenen Stimmungsmacher zur Verfügung zu stellen.
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Donnerwetter auf Wolke Sieben?
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Statistiken besagen, dass sich Singles in Winter besonders stark nach einem Partner sehnen. Vielleicht, weil das Fest der Liebe mit einem Liebenden noch mehr Freude macht. Auf der anderen Seite ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden kennenzulernen, im Sommer sicherlich höher. Nicht nur, weil die Sonne uns beglückt, sondern auch, weil wir in dieser Zeit mehr draußen sind und so mehr Kontakte zu anderen Flirtwilligen entstehen.
Auch sollte man meinen, dass die kalte Jahreszeit auch die Zeit der erkaltenden Gefühle ist. Wenn uns Dunkelheit und Kälte herunterziehen, haben wir weniger Energie für anstrengende Beziehungsprobleme und geben schneller auf, so die Vermutung. Laut einer Studie jedoch trennen sich mehr Menschen im Sommer.
Was lernen wir aus diesen Widersprüchen? Dass Liebe jahreszeitlos ist. Frühjahrsmüdigkeit, Herbstdepression, Winterblues oder Sommermelancholie sind keine Ausreden für schlecht laufende Beziehungen. Die beste Therapie gegen saisonale Schwankungen ist und bleibt, einen Sonnenschein an seiner Seite zu haben, der mit seinem hellen Gemüt und warmen Blick selbst einen Eisberg zum Schmelzen bringen würde.
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Fakten, Fakten, Fakten
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